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Vegetarische und/oder vegane Ernährung

 

Wer sich mit Yoga beschäftigt, wird sich im Wege seiner (Selbst-)Bewusstwerdung auch irgendwann über Themen wie Gesundheit und damit im Zusammenhang auch Ernährung auseinandersetzen. Bei meinen Begegnungen mit Yoga-Praktizierenden treffe ich vergleichsweise viele Menschen, die sich vegetarisch oder sogar vegan ernähren. Das Menschen, die Yoga praktizieren auch sehr gesundheitsbewusst sind, mag einleuchten. Die Gründe, warum jemand Vegetarier/Veganer wird, sind mannigfaltig. Ich denke aber, egal von welchem Ansatz man hierbei ausgeht, jeder der sich auf dem Weg eines Yoga (=Verbindung mit dem wahren Selbst = Selbsterkenntnis) begibt, wird zwangsläufig irgendwann über die Frage stolpern, was Ernährung für ihn bedeutet. Das Thema Ernährung führt ja gesellschaftlich zu einer wahren Blüte von Diäten und Ratgebern. Also muss es für uns Menschen durchaus eine Bedeutung haben. Und die hat es in vielerlei Hinsicht.

 

Ich selbst bin seit Sommer 2000 Vegetarier und seit Anfang 2015 sogar vegan lebend. Und gleich vorweg: Ich fühle mich super und meine Gesundheitswerte sind nicht schlechter als noch zu Fleischesserzeiten – meist sogar deutlich besser. Oft werde ich gefragt, wie ich dazu komme vegan zu essen. Wurde man vor 20 Jahren als Vegetarier zuweilen noch schief angeschaut, so ist das heute meist kein Problem mehr. Überall gibt es vegetarische Angebote und nach all den Skandalen um Gammel-Fleisch, Massentierhaltung etc. ist das Thema Vegetarier heute in aller Munde und allgemein akzeptiert. Auch viele Yogis ernähren sich vegetarisch. Gerade solche, die sich auch abseits der körperlichen Übungen mit der Philosophie des Yoga und gesundheitlichen Aspekten – wie etwa im Ayurveda aufgezeigt – beschäftigen. Viele yogische Traditionen empfehlen aber auch Milchprodukte. Vegan scheint hier über die meisten yogischen Traditionen „hinaus“ zu gehen. Aber ist das wirklich so? Ist Vegan nur ein moderner Trend der den jahrhundertealten yogischen Traditionen entgegen steht. Oder spiegelt sich darin vielleicht ein Zeichnen zunehmenden Bewusstseins der Menschen. Wenn ja, ist es so yogisch, wie es nur sein kann. Wenn Bewusstwerdung dazu führt, sich vegetarisch oder gar vegan zu ernähren, dann muss an diesen Ernährungsformen mehr dran sein als „nur“ Tierschutz und ethische Gründe. (Wobei allein dies schon sehr positive Absichten sind und keinesfalls abgewertet sein sollen.) Vegan-Sein ist also seit einiger Zeit zunehmend in der öffentlichen Wahrnehmung. Nicht zuletzt Menschen wie Attila Hildmann tragen dazu bei, dass viele mit  dieser Ernährungsform in Berührung kommen.

 

Was hat mich nun auf meinen Weg der ernährungstechnischen Erkenntnis geführt? Gewiss, ich habe ein Herz für Tiere und halte Tierschutz für wichtig und beachtenswert. Gleichwohl war dies nicht der Hauptpunkt, warum ich Vegetarier und später Veganer wurde. Ich hatte zwar einmal die Chance eines der größten Schlachthäuser Europas zu besichtigen. Dort werden täglich tausende Schweine geschlachtet und verwertet. Zu diesem Zeitpunkt war ich aber bereits Vegetarier. Und auch ohne direkt einer Tötung beizuwohnen hat mich die ganze Atmosphäre dort sehr stark bewegt und ich weiß nicht, ob ich das Schnitzel bei der anschließenden Beköstigung noch hätte genießen können (wie die meisten anderen Teilnehmer) – aber nun ja, ich war ja schon Vegetarier.

 

Ein sehr beeindruckendes Buch, auch im Hinblick auf Themen wie Tier- und Umweltschutz ist das Buch „Peace-Food“ von Rüdiger Dahlke, welches ich jedem am Thema vegetarische Ernährung Interessierten nur wärmstens empfehlen kann. Neben den vorgenannten Themen, richtet Herr Dahlke seinen Blick aber auch in Richtung der gesundheitlichen Aspekte von vegetarischer/veganer Ernährung. Ich denke zu den Themen Massentierhaltung, ökologische Auswirkung der Massentierhaltung und der Fleisch- und Milchproduktion brauche ich hier nichts mehr zu sagen. Das Buch von Rüdiger Dahlke war ein Meilenstein auf meinem Weg der Erkenntnis vegan zu werden. 

 

Angesprochen von dieser Thematik suchte ich tiefer und fand unweigerlich das Werk „China Study“ des Herrn Colin T. Campbell. Dieser gute Herr hat unzählige Forschungsarbeiten ausgewertet und über Jahrzehnte eigene Forschungen betrieben und festgestellt, dass eine vegane Ernährung, ohne jegliche Tierprodukte, die optimale Gesundheitsbasis für uns Menschen bildet. Hier werden wissenschaftliche Fakten zur veganen Ernährung für jedermann verständlich dargelegt. Ein weiteres „Muss“ für jeden Interessierten. Wer nicht glaubt, dass eine Ernährung ohne Fleisch und Milchprodukte gesund sein kann, erfährt hierin das Gegenteil und zwar aus qualifiziertem Munde. Für lesefaule gibt es das Ganze sogar zusammengefasst als Hörbuch – welches von keinem geringeren als Christoph Maria Herbst gelesen wird (welcher sich im Übrigen selbst vegan ernährt.)

 

Beim Thema „Rauchen“ hat es gedauert, aber heute weiß jeder, wie schädlich es sein kann. Das Thema „tierische Nahrungsmittel“ ist da noch nicht so weit; auch wenn die oben genannten Bücher nur einen kleinen Teil der vielen Erkenntnisse und Veröffentlichungen hierzu darstellen. Die „China Study“ sowie die Vorreiterrolle meiner Frau waren es dann, die mich dazu gebracht haben, als bereits Vegetarier auch weitestgehend auf Milchprodukte zu verzichten. Neben einem subjektiv besseren Körpergefühl habe ich in den nachfolgenden Monaten seit der Ernährungsumstellung objektiv bessere Gesundheitswerte, vor allem Blutwerte erfahren.

 

Ich bin also zu der Erkenntnis gelangt, dass eine vegetarische und besser noch eine vegane Ernährungsweise dem Wohl und der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt dient. Das allein sind meiner Meinung nach schon Gründe genug, um darüber nachzudenken, was man is(s)t. Zu beiden Themenfeldern gibt es wie gesagt unzählige Veröffentlichungen und die beiden oben genannten Büchern sind nur zwei lesenswerte unter vielen anderen.

 

Fazit: vegetarisch/vegane Ernährung ist in jedem Fall gesünder, tier- und umweltfreundlicher als tierische Produkte zu konsumieren.

 

Im Tierreich sind die stärksten Tiere Vegetarier: Elefanten, Pfernde, Rinder etc. Auch haben diese meist höhere natürliche Lebensspannen als sogenannte Raubtiere. Ein Gepard mag zwar kurzfristig schneller sein als die Antilope – auf lange Strecken hat er weniger Ausdauer. Ein Tiger (ca. 20 Jahre) lebt zum Beispiel nicht so lange wie ein Elefant (bis zu 80 Jahre). Nicht umsonst hat der Mensch Pferde und Rinder zum Ackerbau eingesetzt und nicht etwa Bären. Ausdauer und Friedfertigkeit waren dabei die ausschlaggebenden Faktoren. Dass ein Pferd allein durch das Fressen von Gras so groß und ausdauernd werden kann, ist schon erstaunlich. Und es ist deutlich leichter zu domestizieren als eine Raubkatze oder ein Bär. Und kein Säugetier trinkt Milch nachdem es ausgewachsen ist – geschweige denn die Milch anderer Arten. Auch ohne die Milch ihrer Kinderstube bekommen Tiger und Elefanten feste Knochen und Zähne. So what?

 

Aber kommen wir zurück zum Thema Yoga. Wer Yoga nicht nur als Turnübung ansieht, gelangt mit Hilfe yogischen Wisssens und benutzter Techniken schnell auf den Pfad verbesserter (Selbst-)Wahrnehmung. Viele Vertreter einer vegetarischen und/oder veganen Ernährung berufen sich auf ethische (Tierschutz) und/oder gesundheitliche Aspekte dieser Ernährungsformen, und das ist auch gut und richtig, wie ich finde. Diese Felder sind für jeden greifbar und mit ein wenig Recherche auch selbst erfahrbar und nachvollziehbar. Ein Yogi wäre jetzt aber kein richtiger Yogi, wenn er nicht auch auf spiritueller Ebene nach Erkenntnis streben würde. Und genau aus diesem Grunde hab auch ich mich gefragt, ob es nicht noch weitere Argumente für diese Ernährungsformen gibt, die in der allgemeinen Diskussion nur sehr selten aufgegriffen werden. Und wie es uns das Resonanzprinzip lehrt,

 

…„Was du sähst, wirst du ernten.“…

 

was nicht weniger bedeutet als: womit wir uns gedanklich beschäftigen, das ziehen wir in unser Leben! In meinem Fall auch wiedermal in Form von Büchern. Die Werke von Armin Risi waren für mich schon lange von hohem spirituellem Wert. In seinem Büchlein „vegetarisch leben“, welches er zusammen mit Roland Zürrer verlegt hat, bin ich im Zusammenhang mit Ernährung auch erstmals mit religiösen und spirituellen Aspekten in Berührung gekommen. Er beschreibt dabei verschiedene Argumente diverser religiöser und spiritueller Richtungen und Philosophien. So gibt es durchaus auch christliche und auch muslimische Argumente für eine vegetarische Ernährung – vom Buddhismus ganz zu schweigen.

 

„Du bist, was du isst.“

 

Jeder, der zumindest grundlegend mit den Prinzipien der Homöopathie vertraut ist, weiß, dass diese Mittel wirken, auch wenn keine faktisch messbaren Bestandteile eines bestimmten Stoffes mehr nachweisbar sind. Es geht dabei also um Informationen, die nicht auf stofflicher Ebene vorhanden sind und offenbar energetisch, geistig oder wie auch immer wirken. Gleichwohl, das Prinzip scheint zu funktionieren, denn sonst würden sich nicht so viele Menschen auf eine homöopatische Behandlung einlassen und dieser vertrauen.

 

„Wer heilt, hat Recht.“

 

Wenn die Einnahme homöopatischer Präparate eine Wirkung in uns erzielt, was macht dann erst unsere tägliche Nahrung mit uns? Neben all den chemisch nachweisbaren Giftstoffen und Belastungen mag es womöglich auch weitere Bestandteile geben, die wir mit unserer Nahrung aufnehmen. Ein Tier aus Massentierhaltung, das gemästet und unter Stress zum Schlachter gefahren und dort exekutiert wurde, hat sicherlich viele negative Erfahrungen in seinem Leben gemacht. Stress, Gewalt und Leid sind als Informationen im Körper des Tieres verankert. Diesen Körper essen wir nun in Form von tierischen Erzeugnissen. Wen wundert es da, wenn wir Leid und Gewalterfahrung „essen“, dass wir dann aggressiv und unglücklich werden. Es gibt Leute die behaupten, Fleischesser seien aggressiver als Vegetarier. Ich kenne keine wissenschaftliche Publikation, die diese Aussagen belegen würde. Auch würde ich so etwas nicht pauschal unterschreiben, gleichwohl halte ich es tendenziell für denkbar.

 

Schon Hypokrates vertrat die Ansicht: „Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung!“. Er verstand sehr wohl den Sinn hinter dem Spruch:

 

„Ein gesunder Geist lebt in einem gesunden Körper.“

 

Wenn der Geist tatsächlich die Materie beherrscht und geistige, feinstoffliche oder wie immer energetisch geartete Informationen solch einen Einfluss haben, tun wir gut daran genau darauf zu achten, was wir erkennbar und auch nicht erkennbar zu uns nehmen. Die Tradition verschiedener Kulturen in einer Art Tischgebet das Essen zu segnen erscheint so in einem neuen Licht. Nehme ich mein Essen positiv an, ja bedanke ich mich gar dafür und esse es bewusst und in Ruhe, so nehme ich mit dieser MahlZEIT schon allein emotional viel mehr positive „Schwingung“ auf, als wenn ich unter Stress in der Stadt beim Fastfood-Imbiss etwas mitnehme und unterwegs esse.

 

Zu welcher Erkenntnis jeder auch immer individuell kommen mag. Ich glaube jeder spirituell erwachende Mensch wird sich früher oder später damit beschäftigen, was seine Ernährung für ihn bedeutet – auf allen Ebenen, körperlich und geistig. Ich persönlich glaube daran, dass wir im Sinne von Oneness alle mit dem Göttlichen verbunden sind und früher oder später findet sich jeder an dem Punkt zu betrachten, ob und wie sein Verhalten sich auf seine Umwelt und seine Mitgeschöpfe auswirkt. Auf allen Ebenen, auch in der Ernährung. Und eine wirkliche Erkenntnis führt immer zu einem entsprechenden Verhalten. Bei mir persönlich war es der Schritt Vegetarier und später vegan zu werden. Sat Nam.