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Mein Weg zum Yoga

Mein Weg zum Yoga

Viele Jahre war Yoga für mich etwas exotisches - etwas, dass nur Frauen machen. Ich kannte nur Bilder aus den Massenmedien, die wild verrenkte Menschen zeigten. Was Yoga wirklich ist und dass dahinter mehr steckt als nur haarsträubende Gymnastikübungen, habe ich erst viel später erfahren...

Im Jahre 2008 kam ich bei einer Indien-Reise erstmals mit Kundalini-Yoga in Berührung. Bis dahin hatte ich, wie gesagt, noch keine Erfahrungen mit Yoga gemacht und auch keine Bezüge hierzu. Zwar beschäftigte ich mich schon seit einigen Jahren mit Gesundheit und Spiritualität, aber war bislang noch nicht in Kontakt mit den Philosophien des Yoga gekommen. Auf besagter Indienreise nahm ich an einem Retreat der Oneness Akademy in Chennai (Südindien) teil. Bei diesem zweiwöchigen Kurs lernten die Teilnehmer die Lehren von Sri Amma-Bhagavan kennen und wurden in den Techniken der Oneness Philosophie unterwiesen. Jeden Morgen führten uns die Betreuer ein Video vor mit einem alten Mann mit langem, grauen Bart. Dieser Mann war stets in weiß gekleidet und trug einen Turban. Er leitete uns per Video an, verschiedene Gymnastik-Übungen zu machen. Dabei erklärte er auch das richtige Atmen und die Konzentration auf Klang und Mantras. Der gute Herr trug den Namen Guru Singh. Dass er uns Elemente des Kundalini-Yoga beibrachte, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Was ich merkte war jedoch, dass die Übungen sehr effektiv waren und ich mich nach jeder Lektion irgendwie anders und besser fühlte.

Zurück in Deutschland behielt ich die gelernten Übungen im Kopf und praktizierte sie weiterhin mehr oder weniger regelmäßig so oft ich konnte. Da ich mich hiermit sehr wohl fühlte, wollte ich schon bald mehr über diese Techniken erfahren. Im Internet suchte ich nach Infos über den Herrn Guru Singh und stieß auf verschiedene Seiten mit Bezügen zum Kundalini Yoga. Ich suchte nach Angeboten in meiner Nähe, fand jedoch nur Kurse im weiteren Umkreis – keinen in meinem Heimatort. Jedoch war ich fest entschlossen, mich mehr mit Kundalini Yoga zu beschäftigen, da ich es als sehr effektiv kennen gelernt hatte. Relativ schnell stieß ich dann auch auf die Seite der 3HO. In Deutschland ist dies der Verein, welcher die Tradition und die Lehren nach Yogi Bhajan offiziell vertritt und sogar Ausbildungen für Yoga-Lehrer anbietet. Bei meinen Recherchen stolperte ich immer wieder über folgendes Zitat dieses Yogi Bhajan:

"Wenn du etwas lernen willst - lese darüber,
wenn du etwas wissen willst - schreibe darüber,
wenn du etwas meistern willst - lehre es!"

Der Gedanke reifte in mir, alles über diese Art des Yogas zu erfahren und so meldete ich mich bei der 3HO zu einem Ausbildungskurs für Yoga-Lehrer an. Im Jahr 2010 begann die einjährige Ausbildung in Hannover. Diese Zeit war für mich sehr lehrreich und schenkte mir viele Einblicke nicht nur in die Techniken des Kundalini Yoga selbst, sondern auch in Themen wie Ayurveda, Sikh Dharma, Leben und Lehren des Yogi Bhajan und vieles mehr. Eine Bereicherung meines Lebens, die sich bis heute fortführt. Nicht zuletzt habe ich duch Yoga meine Frau Andrea (Agia Akaal Kaur) kennen gelernt.

Schon vor meiner Teilnahme an der Ausbildung bei der 3HO organisierte ich Meditationsabende. Schnell fanden auch yogische Elemente darin Einzug. Mit Beginn meiner Yogalehrerausbildung bot ich auch Kundalini Yoga Stunden an. Das Interesse im Freundes- und Bekanntenkreis überraschte mich, überzeugte mich aber noch mehr von der Wirksamkeit und den enthaltenen Wahrheiten dieser Yoga-Tradition. Es funktioniert einfach. Parallel hierzu begann ich auch bei der örtlichen VHS Kurse mit Kundalini Yoga anzubieten.

Heute sind die Techniken und Übungen des Kundalini Yoga ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Und auch viele Elemente der yogischen Philosophie haben Einzug in unsere Familienleben und den praktischen Alltag gefunden. So teilen meine Frau und ich etwa die Liebe zum Mantrasingen. Ich selbst praktiziere auch regelmäßig das morgendliche Ishnaan. Nicht zuletzt deshalb haben wir uns durch die 3HO unsere Spirituellen Namen benennen lassen. Dieser ziert unter anderem auch diese  („meine“) Homepage.

Auf welche Art und Weise Du auch immer mit Kundalini Yoga in Berührung gekommen bist, mit welcher Absicht auch immer Du die Übungen machst – sei es aus gesundheitlichen, spirituellen, ganzheitlichen oder rein sportlichen Interessen heraus – Kundalini Yoga wirkt immer. Und es wirkt auf jeder Ebene, auf die Du Deine Absichten ausrichtest. Ich danke meinen Geistführern, dass sie mich in Kontakt mit diesen wunderbaren Lehren gebracht haben, und ich danke Yogi Bhajan für sein Werk, diese auch im Westen bekannt gemacht zu haben. Ferner gilt mein Dank allen Lehrern, Ausbildern, Freunden und Bekannten, die mich auf diesem Weg begleitet haben und begleiten. Sat Nam…

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